Sich spinnefeind sein ...

Wenn man sich spinnefeind ist, dann bedeutet das, dass man jemandem feindlich gesinnt ist. Diese Person kann man nicht ausstehen! Sie oder ihn hasst man regelrecht! Bei jeder Begegnung, bei jedem Gedanken an diese Person wird man von einer heftigen Aversion erfasst.

 

Hass entsteht, wenn wir eine große Enttäuschung durch jemanden erfahren, wenn wir das Gefühl haben, dass wir von jemandem ungerecht behandelt werden, wenn wir durch jemanden sehr verletzt werden, wenn wir das Gefühl haben, den Handlungen einer Person ohnmächtig gegenüberzustehen. Und dann kann es auch sein, dass wir Handlungsweisen oder Eigenschaften an anderen hassen, die wir auch an uns nicht gut finden oder aber auch, die wir bewundern und es selbst nicht schaffen, uns so zu verhalten. Und manchmal ist auch unsere Selbstliebe so gering, dass wir Angriffen und Verletzungen nichts entgegenzusetzen haben.

 

Hass ist ein sehr intensives Gefühl. Es ist stärker noch als Wut und Ärger. Und wenn wir hassen, dann hat das einen negativen Einfluss auf unseren Körper, denn Gefühle sind immer mit körperlichen Reaktionen verbunden. Zu hassen bedeutet, angespannt zu sein. Es bedeutet aber auch, sehr reizbar zu sein, sich nicht konzentrieren zu können, schlecht zu schlafen, innerlich nicht zur Ruhe zu kommen. Zustände, die sich nicht gut anfühlen, die uns negativ beeinflussen.

 

Gefühle machen unser Leben lebendig! Schuld, Angst, Hass, Trauer und Ekel, aber auch Stolz, Überraschung, Mut, Liebe und Freude sind Antreiber für Handlungen und Entscheidungen. Sie bringen Höhen und Tiefen in unseren Lebensalltag und wir fühlen uns durch sie am Leben. Empfindet man aber selbst, dass zum Beispiel das Gefühl Hass oder auch Wut zu viel Raum einnimmt, dann ist es nötig, sich mit den eigenen Gefühlen und den dahinterliegende Vorgängen auseinanderzusetzen, um wieder ruhiger und gelassener eigene Ziele verfolgen zu können, ohne einen fehlgeleiteten Fokus auf andere.

 

Im Farbenreich hast du Raum und Zeit für dich, um dich beschäftigende Vorfälle und Ereignisse zu bearbeiten und hinter dir zu lassen. Kreative, kunsttherapeutische Methoden helfen hier in besonderem Maße:

"Indem wir uns malend und gestaltend mit persönlichen und beruflichen Themen beschäftigen - sie sind oftmals eng miteinander verbunden -, indem wir den Prozess des Malens und Gestaltens reflektieren, erweitern wir die Bewusstheit über uns selbst, unsere Fähigkeiten und Blockaden und unsere Beziehungen zu anderen Menschen. Wir erfassen die Bedeutung von Problemen, Hinderungssymptomen, Stress, Trauma und Herausforderungen des täglichen Lebens." (Lumma, Michels, Lumma: Quellen der Gestaltungskraft, Windmühle Verlag, 2009, 8)